Osteopathie

Häufige Fragen

Wie oft geht man zum Osteopathen?

Das hängt vom Beschwerdebild des Patienten ab. Sind die Beschwerden nach 3-4 Sitzungen nicht behoben, wird mit dem Patienten das weitere Vorgehen besprochen und eventuell andere Möglichkeiten erörtert.
Der Behandlungsabstand beträgt 2 bis 4 Wochen.

Was müssen Sie zur Behandlung mitbringen?

Falls Sie gesetzlich versichert sind und eine anteilige Übernahme der Kosten der osteopathischen Behandlung durch einen Arzt oder einen Heilpraktiker wünschen, benötigen Sie fast immer eine Verordnung für die osteopathische Behandlung, ausgestellt durch einen gesetzlich niedergelassenen Arzt. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihre Versicherung.

Für wen ist die Osteopathie geeignet?

Grundsätzlich ist jeder Mensch, gleich welchen Alters, für eine osteopathische Behandlung geeignet. Der Osteopath ist in der Lage zu beurteilen, ob ein Problem oder eine Erkrankung osteopathisch oder schulmedizinisch behandelt werden sollte und wird gegebenenfalls an einen Arzt verweisen, bzw. zur vorherigen Abklärung auf die vielfältige Palette an diagnostischen Mitteln ( Labor, Röntgen, CT, Ultraschall etc.) zurückgreifen, bevor er sicher osteopathisch behandeln kann.

Schulmedizin versus Osteopathie?

"Ja ja, es gibt immer mehr ältere Menschen" oder „Meine Oma hatte das auch.“ sind häufige Kommentare auf den Begriff Osteopathie. Viele Menschen ordnen den Begriff Osteopathie dem Begriff Osteoporose zu, wenngleich das erste eine eigenständige Therapie, das zweite eine Erkrankung ist. Es begegnen einem zuweilen auch so amüsante Wortschöpfungen wie "Osteopathose", die es wert sind, Erwähnung zu finden.

Die Osteopathie als eigenständige Heilmethode kennen noch nicht viele Ärzte und leider geben es noch viel weniger zu. Es passiert auch schon einmal, daß Kollegen diese Arbeit als Humbug und Spinnerei bezeichnen, Behandlungserfolge als zufällige Spontanremissionen und "das kann schonmal sein" abtun.

Aber die Zahl der um die Osteopathie wissenden Ärzte nimmt ständig zu und somit auch die wertvolle Möglichkeit der Zusammenarbeit und des Austausches, seien dies nun Zahnärzte, Kieferorthopäden, Chirurgen, Kinderärzte, etc.
Da die Osteopathie auf genaueste Kenntnisse von Anatomie und Physologie aufbaut, ergeben sich viele Paralellen zur klassischen Medizin.
Jedoch ist der Ansatz, die Betrachtung der Pathophysiologie, die Diagnosestellung und die Therapie in der Osteopathie eine grundsätzlich andere.
Dabei sei deutlich darauf hingewiesen, daß sich die Osteopathie nicht in Konkurrenz zur klassischen Medizin sieht.
Durch Medikamente und Operationstechniken der modernen Medizin werden Beschwerden gemindert und behoben, wird Leben erhalten und gerettet. Und gerade bei akuten oder sehr ernsten Erkrankungen, wie Krebs oder viele Infektionskrankheiten, Unfälle und Verletzungen ist die Osteopathie nicht Mittel der ersten Wahl.
Im Erkennen, im Verstehen und im Behandeln von funktionellen Störungen, im Betrachten und Respektieren des Menschen als eine Einheit, im Einbeziehen der ihn umgebenden Umwelt stößt die klassische Medizin jedoch sehr oft an ihre Grenzen.
Hier zeigt sich ein Bedarf und die Notwendigkeit für die Osteopathie.

Präventive Osteopathie?

Die Osteopathie ist vom Ansatz eine präventiv orientierte Medizin. Der Osteopath kann z.B. Einschränkungen der Beweglichkeit eines Gewebes bereits vor der Entstehung eines Symptoms ertasten und behandeln. Daher könnte sie bei Umsetzung in der Präventivmedizin und Gesundheitsvorsorge eine der wichtigsten Errungenschaften dieser Zeit werden.
Tatsächlich nutzen Menschen diese Präventionsmöglichkeit und besuchen in regelmäßigen Abständen einen Osteopathen, mit oder ohne Beschwerden. So bekommt der Patient z.B. die Möglichkeit, einer bevorstehenden Stresssituation mit mehr Kompensationsfähigkeit gegenüber zu treten.